Initiatische Prozessbegleitung

Initiatische Prozessbegleitung ist eine multisystemische Herangehensweise in der Begleitung von Übergangs-, Reifungs- und Vertiefungsprozessen unter Einbeziehung des Lebensumfeldes. Dabei arbeitet Initiatische Prozessbegleitung gezielt mit der Natur als wertungsfreiem Erfahrungsraum und Lernort für Menschen in schwierigen Lebenssituationen.

Initiatische Prozessbegleitung nutzt spezielle Formen der gewaltfreien und wertschätzenden Kommunikation, und auf wahrnehmungs- bzw. entwicklungspsychologischen Erkenntnissen basierende Methoden und Modelle.

Diese dienen dem tieferen Selbstverstehen sowie der Selbstverortung und ermöglichen u.a. Antworten zu formulieren, die in dem Fragenden bereits angelegt sind. Tieferes Selbstverstehen, führt zu einem tieferen Verstehen der Gesamtzusammenhänge.

Mit den Mitteln der Initiatischen Prozessbegleitung werden in Gruppen, entsprechend der eigenen Motivation, individuelle Lernziele der Teilnehmenden in einer Weise angesteuert, die persönlicher Erkenntnisse unmittelbar in die kollektive Intelligenz der Gruppe zurückfließen lässt.

Die Mittel der Initiatische Prozessbegleitung eignen sich jedoch auch im besonderen Maße für die Einzelbegleitung und bei Kriseninterventionen, da es dabei häufig zunächst um tieferes Selbstverstehen, bzw. Selbstverortung geht.

Die Arbeit mit einem von der Natur abgeschauten intrinsischen Orientierungsmodell, sowie mit der Natur selbst als Erfahrungsraum, ermöglicht es Menschen, die ansonsten das Vertrauen in andere verloren haben, immerhin noch an einer Art „übersozialen DU“ in der Natur, wachsen zu können. 

Hierdurch erzielt Initiatische Prozessbegleitung Entwicklungs- und Reifungsprozesse, die sich aufgrund ihrer unmittelbaren und nachhaltigen Wirkung als wirtschaftlich sehr kostensparend erweisen können.

Unser Ansatz moderner Übergangsrituale ist bodenständig, verfolgt keine religiösen Absichten und ist sowohl überkonfessionell als auch trans-kulturell, wodurch er Menschen, unabhängig von ihren kulturellen, religiösen und sozialen Hintergründen zugänglich ist.

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Der intuitive Geist ist ein heiliges Geschenk,
und der rationale Geist ist ein treuer Diener.
Wir haben eine Gesellschaft geschaffen,
die dem Diener Achtung erweist und das Geschenk vergessen hat.
Albert Einstein

In den heutigen Wirren des Alltags ist es schwierig auf die innere Stimme zu hören. Oft wird sie erst vernommen, wenn Probleme im Beruf oder in der Beziehung auftauchen, man in einer persönlichen Krise steckt. Dann drängen sich jedoch häufig die negativen Aspekte unserer inneren Stimme nach außen. Die Ursachen dafür liegen oft in Glaubenssätzen, die ursprünglich von anderen Menschen kommen und durch Gewohnheit und Dauereinfluss übernommen wurden. Wer als Kind von seinen Eltern oft Sprüche wie: „Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste.“ oder „Lieber den Spatz in der Hand, als die Taube auf dem Dach.“ oder gar „Aus dir wird nie was vernünftiges werden.“ gehört hat, kann dadurch gehemmt sein oder aber sich an der Erbringung des Gegenbeweises abarbeiten. Innere Zufriedenheit wird dabei nicht erreicht. Nur die ernsthafte Auseinandersetzung mit den negativen und positiven Aspekten der inneren Stimme kann die Schatten der Vergangenheit besiegen.